Donaukreuzfahrt

Montag – Passau

Die Einschiffung sollte ab 15 Uhr erfolgen, man konnte allerdings schon früher an Bord und die Zeit auf dem Sonnendeck genießen. Nach Aufruf der einzelnen Decks erfolgte dann die unkomplizierte Vergabe der Bordkarten, die auch Kabinenschlüssel und Zahlungsmittel an Bord sind. Alle wichtigen Informationen wie Ausflugsangebot findet man auf der Kabine, bzw. werden dort, wie das Tagesprogramm zum Beispiel, täglich auf das Bett gelegt.

Die Abfahrt bei schönstem Sonnenschein erfolgte etwas später, da noch auf einige Gäste gewartet wurde, die ein wenig Verspätung bei der Anreise hatten. Ich persönlich war schon einen Tag früher nach Passau angereist um noch etwas Zeit in dieser wunderbaren, vom Barock geprägten Dreiflüssestadt zu haben. Bei Anreise am Abreisetag, insbesondere bei langen Anreisen wie aus dem Münsterland, fehlt sonst die Zeit für Passau. Es gibt zwei Bereiche in denen die Flusskreuzfahrtschiffe ablegen, einmal an der Altstadt oder, wie in unserem Fall, in Lindau. Die Taxianreise vom Bahnhof dauert ca. 10 Minuten.

Nach einer Stunde Fahrt erreicht man die Schleuse Jochenstein, die auch die Grenze zu Österreich bildet. Mit Ein- und Ausfahrt dauert der Schleusengang ca. 30 Minuten. Beeindruckend, wenn man 10 cm von der Schleusenwand entfernt, langsam höher steigt. Bis nach Wien sollten noch 8 weitere Schleusen folgen.

Nach dem Willkommens – Empfang dann das Abendessen. Auf Flusskreuzfahrtschiffen gibt es mittags und abends feste Plätze und ein mehrgängiges Menü mit reichhaltiger Auswahl diverser Gerichte. Es war immer sehr lecker!

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Dienstag – Wien

Die erste Nacht war doch etwas unruhig aufgrund der zahlreichen zu passierenden Schleusen. Die ansonsten sehr gepflegte und saubere Kabine lag unten auf dem Hauptdeck also mit der Fensterkante direkt an der Wasserlinie. Kleine Empfehlung: Lieber etwas mehr für eine höher liegende Kabine investieren, es ist einfach deutlich ruhiger, zumal auf der Donau nachts gefahren wird.

Frühstück wird als Buffet serviert. Eine reichhaltige Auswahl, die einem guten 4 Sterne Hotel in nichts nachsteht. Während der Fahrt nach Wien wurden Ausflüge vorgestellt und die  vorgeschriebene Sicherheitsübung durchgeführt.

Ankunft in Wien am Nachmittag. Die Liegestelle ist etwas außerhalb, aber nach wenigen Gehminuten gibt es eine Straßenbahnstation mit Anbindung ins Zentrum.

Kaum angelegt startete auch schon der 3,5 stündige Ausflug „Stadtrundfahrt/-gang“ durch die traditionsreiche Hauptstadt der einstigen K. und K. Monarchie. Erst eine Stadtrundfahrt im Bus über die prachtvolle Ringstraße mit anschließendem Spaziergang durch die Hofburg und die Innenstad mit Stephansdom. Natürlich viel zu wenig Zeit, aber für einen ersten Überblick optimal.

Nach dem Abendessen spazierten wir in den ca. 10 Minuten von der Anlegestelle entfernten Ortsteil Nussdorf. Hier gibt es einige der bekannten Heurigenlokale. Es war noch ein sehr gemütlicher und feuchtfröhlicher Abend.

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Mittwoch – Budapest

Am Vormittag bot es sich an, bei strahlendem Frühlingswetter die Zeit auf dem Sonnendeck zu genießen. Langsam dahingleitend, zieht die Uferlandschaft der Donau vorbei. Angeboten wurde außerdem eine Brückenführung.

Dann Ankunft in Budapest am Nachmittag: Es gibt wohl wenige Städte, die bei der Einfahrt von der Flussseite ein derart beeindruckendes Panorama bieten. Vorbei an Margareteninsel, Matthiaskirche mit Fischer Bastei auf der rechten Seite in Buda. Dann linkerhand direkt am Donauufer das neugotischen Parlament mit seinen 365 Türmen im Stadtteil Pest. Mit direktem Panoramablick fährt man auf die bekannte Kettenbrücke zu. Auf der Buda Seite die alles überragende Burg und anschließend der Gellert Berg mit dem bekannten Gellert Bad am Fuße.

Kaum angelegt, startete auch hier die Stadtrundfahrt mit ausführlichen Erklärungen sowohl zur Vergangenheit, aber eben auch zur Gegenwart. Erst ging es durch den quirligen Stadtteil Pest mit seinen Einkaufsstraßen, Kneipenvierteln, aber auch dem geschichtsträchtigen Heldenplatz. Über die Kettenbrücke danach hinauf ins Burgviertel. Ein Spaziergang durch die von alten Adelspalästen gesäumten Straßen bis auf die Fischer Bastei mit Blick über ganz Budapest. Abschließend noch hoch auf den Gellert Berg. Am Abend dann die Ausfahrt mit einer Sail-Away-Party an Deck. Langsam entlang der nun hell beleuchteten Sehenswürdigkeiten. Noch beeindruckender als die Einfahrt bei Tag.

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Donnerstag – Bratislava

Nach dem wieder mal reichhaltigen Frühstücksbuffet gab es für die anwesenden Kollegen eine Weiterbildung mit Vorstellung neuer Fahrgebiete und Schiffe.

Am Mittag dann die Ankunft in der slowakischen Hauptstadt Bratislava. Die Anlegestelle ganz zentral, so dass man auch auf eigene Faust die Stadt erkunden kann.                            Für uns hieß es wieder Stadtrundgang. Ein gemütlicher Spaziergang durch die Altstadt mit Ihren historischen Gebäuden und der alten Krönungskirche der ungarischen Könige. Nach dem Rundgang die Fahrt mit einer Bimmel Bahn hinauf zum Schloss mit Panoramablick.

Die zu den Ausflügen ausgegebenen Audiosysteme runden diese übrigens perfekt ab. Man erhält einen kleinen Kopfhörer mit Empfänger und bekommt so die Informationen des Reiseleiters direkt ins Ohr geflüstert. Dadurch ist es auch ohne Probleme möglich, sich vom Reiseleiter zu lösen, man hört ihn jeder Zeit und man kann sich für die besondere Fotoperspektive auch mal kurz von der Gruppe ein gutes Stück entfernen.

Leider ging es kurz nach Ausflugende schon wieder weiter. Schade, Bratislava ist sicherlich eine Stadt in der man durchaus einen Abend verbringen kann.

Abends dann Piratenschmaus zum Abendessen.

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Freitag – Melk

Mit Tagesanbruch passierte die MS Viktoria bei jetzt leider wolkenverhangenem Himmel die Wachau, eines der schönsten Täler der Donau. Vorbei an den Städtchen Krems und Dürnstein, zahlreichen von unendlichen Weinbergen umgebene Burgen und Burgruinen geht es langsam nach Melk.

Das Wahrzeichen der Wachau, das Benediktinerstift Melk thront über der Gemeinde Melk und gehört zum UNESCO-Welterbe. Zurzeit wird das Kloster von ca. 30 Mönchen bewirtschaftet. Gleichzeitig beherbergt das Stift noch heute das Stiftgymnasium, welches die älteste noch bestehende Schule in ganz Österreich ist. Während des Rundgangs sieht man das Stiftsmuseum mit den Kaiserzimmern, den Marmorsaal, die beeindruckende Bibliothek und als Krönung am Ende die barocke Stiftkirche an.

Bei strömenden Regen ging es zurück zum Schiff, wo zum Glück  eine Kaffeetafel wartete.

Am Abend dann, wie auf fast allen Flusskreuzfahrten das Abschieds – Gala – Abendessen.

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Samstag – Passau

Die Ankunft in Passau verzögerte sich leider um ca. 1,5 Stunden. Es gab in der Nacht unerwartete Wartezeiten an den Schleusen. Daher die Abreise flexibel buchen.

Nach dem Frühstück dann die Ausschiffung. Sehr unkompliziert. Nach dem Anlegen wurden sämtliche Gepäckstücke in exakt 7 Minuten von der Crew an Land gebracht.

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